Falk Heidel berichtet aus Ferchland
Sonne, Wind und stramme Oberschenkel: Das Triathlon Team Ferchland war Ostermontag zum zehnten Mal Veranstalter einer Rennradtour auf den Straßen des Jerichower Landes mit Start und Ziel am „Storchennest“ in Ferchland. Cheforganisator Ingo Tiesler sagte am Start: „Mit 80 Teilnehmern haben wir einen neuen Rekord erreicht.“ Wichtig war ihm auch: „Wir fahren kein Rennen, sondern eine gemeinsame Tour.“ Dennoch konnten die Sportler gemäß ihrer Kondition zwischen zwei Strecken beziehungsweise Geschwindigkeiten wählen.
Als Guides begleiteten die lange Tour (78 Kilometer) Thomas und Ralf Schmidt mit Tempo 30. Im Feld waren etliche Spitzensportler aus der Lauf- und Triathlonszene. Zum Beispiel Erik Müller vom Hasselaner Triathlon Club. Der Stendaler belegte vor eine Woche Halbmarathon-Platz zwei beim Tangermünder Elbdeichmarathon: „Der Ausflug ist ein nettes Training zu Beginn der Triathlon-Saison“, sagte er zum Alpha-Report. Unter anderem steht auf seinem Kalender der Tangermünder Duathlon am 5. Mai. Kersten Friedrich von den Osterburger Triathlonfüchsen hatte beim Start schon 40 Kilometer in den Beinen. Er war aus Goldbeck nach Ferchland gekommen. Auch der MSV 90 in Magdeburg hatte ein Team geschickt, ebenso wie die ansonsten eisbadenden Frosty Koalas aus Kade. Das Peloton radelte über Güsen, Burg, Theeßen, Gladau und Genthin zurück nach Ferchland. „Auf der Rücktour war der Gegenwind ziemlich brutal“, sagte die Ferchländer Triathletin Angela Seipelt. Unterdessen hatten Simone Lüde und Anke Tiesler im Restaurant Storchennest alles für die Rückkehr der Radfahrer vorbereitet, während sich Chefin Ursula Lüde in der Klinik von ihrer OP erholt. Zur Rennrad-Tour gehört ein gemütlicher Ausklang mit Kuchen, den die Vereinsmitglieder gebacken hatten.
Ricardo Schulz und Ingo Tiesler waren die Begleiter der Teilnehmer auf der kürzeren Strecke über 48 Kilometer nach Burg und zurück. Hier waren die (zumeist) Mountainbiker mit durchschnittlichen 23 Stundenkilometern unterwegs. Tiesler erinnert sich an den Beginn des Rennrad-Ausflugs 2010: „Wir haben damals mit acht Sportlern begonnen.“ Über die Jahre haben er und seine Team-Mitglieder dieses Event zu einem Markenprodukt entwickelt. Sehr zu schätzen weiß er auch das Engagent von außerhalb: „Sowohl Gemeindebürgermeisterin Nicole Golz als auch Ortsbürgermeister Otto Schmidt haben uns im Vorfeld unterstützt.“ Mitfahren wollten beide allerdings nicht. Im Gegensatz zu Harald Richter aus Jerichow. Er meinte: "Als regelmäßiger Radfahrer entwickelt sich die Ferchländer Tour für mich langsam zur Tradition. Ich bin jetzt zum dritten Mal dabei." Gefreut hat sich Ingo Tiesler auch über den Genthiner Radsportclub, der nicht nur einige junge Athleten nach Ferchland endsandt hatte, sondern auch ein Begleitfahrzeug zur Verfügung stellte.
Stichwort jung: Die Kindertour mit zwölf kleinen Radlern führte mit Rainer Bonitz an der Spitze acht Kilometer nach Klietznick und zurück. Als Lohn gab es für den Nachwuchs noch kleine Geschenke von diversen Sponsoren. Ingo Tiesler: „An einem solchen Tag geht es nicht um Medaillen, sondern um die Geselligkeit unter den Sportlern aus verschiedenen Orten und Vereine, die wir mit solchen Events pflegen möchten.“
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Triathlon-Team Fetchland (Dienstag, 23 April 2019 20:36)
-Danke für die tolle Berichterstattung-